Das flüssige EMIKO® SoilCare und das pelletierte EMIKO® SoilCare PLUS helfen, die physikalischen Bodenparameter zu verbessern, und bringen das gesamte Bodenleben in Schwung. Gut so, denn viele Pflanzenschutz-, Dünge- und Bodenbearbeitungsmaßnahmen können negativen Einfluss auf das Bodenleben und das Strukturgefüge von Böden haben. Für eine schnelle Entscheidungsfindung geben wir zunächst einen Überblick über die Einsatzbereiche und Wirkungen der beiden EM®-Produkte. Anschließend erläutern wir, wie sich o. g. Maßnahmen auf den Boden auswirken können und geben Tipps, welche EM®-Schritte angezeigt sind.

Sie kennen das neue EMIKO® SoilCare PLUS noch nicht? Besonderer Vorteil: Der pelletierte organisch-mineralische NPK-Dünger 6+2+3 mit EM® kann ganz einfach mit dem Düngerstreuer ausgebracht werden. Für hilfreiche Tipps zum Einsatz im Ackerbau lesen Sie einfach weiter. Hier geht es zur Produktbeschreibung von EMIKO® SoilCare PLUS.

EMIKO® SoilCare und EMIKO® SoilCare PLUS – die wichtigsten Merkmale

Für eine gute Übersicht stellen wir die Hauptmerkmale der beiden Produkte tabellarisch gegenüber:

Eigenschaften EMIKO® SoilCare EMIKO® SoilCare PLUS
Konsistenz flüssig fest, pelletiert
Einordnung Bodenhilfsstoff organisch-mineralischer NPK-Dünger 6+2+3
Ausbringung Feldspritze (Güllewagen) Mineraldüngerstreuer
bodenverbessernde Inhaltsstoffe original EM Effektive Mikroorganismen®, Vinasse (nährt die Bodenmikroorganismen und fördert so die Nährstofffreisetzung aus org. Material) original EM Effektive Mikroorganismen®, Malzkeime* (in den pflanzlichen Stoffen), Holzkohle, Tonmineralien, EM Super Cera C® Pulver
düngende Inhaltsstoffe Vinasse Malzkeime*, Holzkohle, Tonmineralien, Kaliumsulfat, Rohphosphat
jährliche Aufwandmenge / ha 200 l (Startgabe & Problemböden bis zu 400 l) 250 kg (Startgabe & Problemböden bis zu 500 kg)
Anwendungszeitpunkt innerhalb Vegetationszeit innerhalb Vegetationszeit
Anwendungsgebiete Acker- und Grünland, Sonderkulturen, Gemüse, Obst Acker- und Grünland, Sonderkulturen, Gemüse, Obst

*Malzkeime sind eine Besonderheit in EMIKO® SoilCare PLUS und in Verbindung mit EM® ein Garant für sehr gutes Wurzelwachstum und eine verbesserte Nährstoffaufnahme. Malzkeime sind die Keimwurzeln frisch angekeimten Getreides, die beim Bierbrauen durch die Vermälzung von Getreide entstehen. Die Malzkeime liefern eine Fülle von zum Teil direkt verfügbaren organisch basierten Nährstoffen für die Kulturpflanze, enthalten hoch aufgeschlossene Kohlenhydrate für die Ernährung der Bodenlebewesen und Mikroorganismen sowie Enzyme, die ebenfalls beim weiteren Nährstoffaufschluss im Boden helfen.

EMIKO® SoilCare PLUS und EMIKO® SoilCare können im Vegetationsverlauf problemlos beide angewendet werden, je nachdem, wie es in den Betriebsablauf passt.

Auswirkung von Pflanzenschutzmaßnahmen auf das Bodenleben mit EM®-Tipps

Unter den Herbiziden sind insbesondere glyphosathaltige Mittel auf Dauer schädlich für den Boden. Sie hemmen und vernichten gesundheitsförderliche Mikroorganismen und fördern z. B. verschiedene Fusarienarten. Gleichzeitig meiden Lebewesen wie Regenwürmer einen Boden mit Glyphosatrückständen und vermehren sich in geringerer Anzahl.
In den Boden eingearbeitete, abgestorbene Pflanzen geben den Wirkstoff langsam wieder ab und beeinträchtigen Mikrobiologie und Bodenleben sogar längerfristig. Das kann zu verzögerter Keimung und krankheitsanfälligen Kulturpflanzen führen.

Fungizide spielen eine immer größere Rolle, denn pathogene oder parasitische Pilze können zu hohen Verlusten führen. Nützliche Pilze im Boden (Mykorrhiza oder zersetzende Pilze) und auf den Pflanzen sind hingegen daran beteiligt, pathogene Pilze zu verdrängen. Erst kürzlich bestätigten Wissenschaftler wieder, wie bedeutend eine mikrobielle Vielfalt im Boden für die Besiedlung der Pflanze und ihre Gesundheit ist – schlagende Argumente für original EM®-Produkte, die den Fungizideinsatz senken.

Als Insektizide werden hauptsächlich unterschiedliche Nervengifte eingesetzt, die als Beiz- oder Spritzmittel in den Boden gelangen. Es ist nicht auszuschließen, dass Bodentiere wie Regenwürmer, Milben, Springschwänze, Asseln, Gliederfüßer, Spinnen und Einzeller sowie die Mikrobiologie Schaden nehmen, die ansonsten elementar am Humusaufbau beteiligt sind.

EM®-Tipps: Das mikrobielle Bodenleben wird durch konsequente EM®-Anwendung aufrechterhalten und dadurch auch die Feldhygiene gefördert.
Mit EMIKO® SoilCare PLUS wird es möglich, Bodenverbesserung und Düngung zu kombinieren, denn der organisch-mineralische NPK-Dünger wird in einer bis zwei Gaben ganz einfach mit dem Düngerstreuer in den Bestand bzw. nach der Ernte ausgebracht. Neben den original EM®, zur Anreicherung und Ergänzung der Boden-Mikrobiologie, punktet EMIKO® SoilCare PLUS an dieser Stelle mit Nährstoffen und lebensraumförderlichen Stoffen für alle Bodenlebewesen. Die jährliche Aufwandmenge pro ha beträgt bis zu 500 kg als Startgabe und in den Folgejahren mindestens 250 kg/ha.
Wer die Ausbringung von original EM® mit der Feldspritze bevorzugt, spritzt zur Bodenaktivierung jährlich mindestens 200 l EMIKO® SoilCare, vermischt mit mind. 600 l Wasser pro ha, während der Vegetationsperiode (in einer oder auf mehrere Anwendungen verteilt). Bei Flächen von mehreren ha kann auch ein Güllewagen eingesetzt werden.
Tierhaltende, konventionell wirtschaftende Betriebe können die Aufwandmenge beider Produkte pro ha und Jahr über die mit original EM® aufgewertete Gülle mengenmäßig reduzieren.

Auswirkungen von Wirtschafts- und Mineraldünger auf das Bodenleben mit EM®-Tipps

Wirtschaftsdünger wie Gülle und Mist können einen hohen Gehalt an Fäulnisbakterien und pathogenen Keimen enthalten – leicht zu erkennen am stechenden Geruch. Degenerative Mikroorganismen müssen im Boden zunächst von aufbauenden Bakterien verdrängt werden, damit der Boden insgesamt seine mikrobielle Vitalität behält. Enthaltene Hemmstoffe können Mikroorganismen und Bodenlebewesen zusätzlich schwächen.
Zu geringes Bodenleben kann nach Ausbringen von Wirtschaftsdüngern Wachstumsdepressionen verursachen und die Krankheitsanfälligkeit erhöhen. Im Wirtschaftsdünger enthaltene Nährstoffe werden nur schleppend mineralisiert und pflanzenverfügbar, viele Nährstoffe unterliegen der Auswaschungsgefahr.

Aggressive Abbauprodukte durch Fäulnis schaden den Kleinstlebewesen im Boden, und eine Reihe von ihnen geht zugrunde. Die vorbereitende Zerkleinerung organischer Substanz für den weiteren Aufschluss durch Mikroorganismen geschieht nur unzureichend.

EM®-Tipps: Wie aus faulender Gülle eine boden- und pflanzenverträgliche EM®-Gülle wird, lesen Sie in unserem Beitrag „EM®-Gülle als hochwertiger Dünger“.
Die regelmäßige Behandlung von Mist mit EMIKO® DungCare bzw. bereits das Besprühen der Einstreu im Stall mit EMIKO® StableCare macht aus Mist einen fermentierten, nährstoffreichen organischen Dünger ohne Faulstoffe mit hoher Humuswirksamkeit.

Mineraldünger sollen den schnellen Bedarf der Kulturpflanze decken, liefern aber weder „Futter“ für Mikroorganismen noch Kleinstlebewesen. Entsprechend wirken sie sich nicht auf den Humusaufbau aus.
Beachtenswert ist aber, dass Mineraldünger die beste Wirkung haben, wenn das Bodenleben reichhaltig und intakt ist und der Boden ausreichend humos ist. Nur so werden die Nährstoffe schnell zur Pflanze transportiert, für einen späteren Bedarf auch gebunden und sind vor Auswaschung geschützt. Interessante Infos lesen Sie auch im Beitrag „Humusaufbau mit EM®“.

EM®-Tipps: Mit dem pelletierten und organisch-mineralischen NPK-Dünger EMIKO® SoilCare PLUS ist es für viele Betriebsleiter einfacher, original EM® in ihre Boden- und Bestandspflege zu integrieren. Zeitgleich zu den bodenverbessernden original EM® wird dem Bodenleben ein Teil der nährenden Organik samt für den Lebensraum förderliche Kohle, Tonmineralien und EM® Keramikpulver zugeführt. Die in SoilCare PLUS enthaltenen Malzkeime liefern nicht nur Nährstoffe und Enzyme, sie nähren auch das Bodenleben und vitalisieren Boden und Pflanzen. EMIKO® SoilCare PLUS wird mit dem Düngerstreuer ausgebracht.
Alternativ werden aufbauende Mikroorganismen im Boden durch die jährlich ein- bis mehrmalige Behandlung mit dem flüssigen EM®-Produkt EMIKO® SoilCare in Verbindung mit regelmäßiger organischer Düngung gestärkt.

Auswirkung der Bodenbearbeitung auf das Bodenleben mit EM®-Tipps

Die wendende Bodenbearbeitung „begräbt“ nach jedem Pflügen einen Großteil der Bodenlebewesen, die in den oberen 10-15 cm besonders aktiv sind. Bei inaktiven Böden werden im Folgejahr häufig unverrottete Ernterückstände beobachtet, die wieder an die Bodenoberfläche gepflügt werden. Stoppeln und andere Pflanzenreste werden beim Pflügen in einer Tiefe abgelegt, in der die vorbereitende Zerkleinerung der organischen Substanz durch Kleinstlebewesen nicht mehr ausreichend stattfindet. Die Rotte geht sehr schleppend voran und birgt eine erhöhte Infektionsgefahr für die aktuelle Frucht.

EM®-Tipps: Um den Neuaufbau der Mikrobiologie nach dem Pflügen zu fördern, und damit auch kleinsten Bodentieren den Impuls zur Ansiedlung zu geben, sollte eine möglichst zeitnahe Anwendung von EMIKO® SoilCare auf die Stoppel, vor oder nach der Saat eingeplant werden und ist nach Getreide zu Getreide aufgrund der Außen- und Bodentemperaturen problemlos möglich. Die unmittelbare Bodenapplikation bei der Saat wäre optimal, wodurch der Boden auch bei späten Saaten (z. B. nach Rüben oder Körnermais) direkt mit den regenerativen original EM® versorgt wird.
Alternativ wird EMIKO® SoilCare PLUS nach der Ernte zur Aktivierung der Strohrotte gedüngt und nährt bzw. aktiviert das Bodenleben nach dem Pflügen auch in tieferen Bodenschichten.
Die nächste EM®-Anwendung erfolgt dann im zeitigen Frühjahr ebenfalls mit EMIKO® SoilCare PLUS oder EMIKO® SoilCare.

Das Gefüge des Bodens bleibt bei konservierender Bodenbearbeitung weitgehend stabil. Ein großer Teil der Regenwurmgänge bleibt erhalten, die Aktivität der Bodentiere wird kaum beeinträchtigt und auch die Mikroorganismenpopulation, die sich im sauerstoffreichen Oberboden angesiedelt hat, muss sich nicht komplett neu aufbauen. Dominieren regenerative Mikroorganismen in dieser Bodenschicht, ist die konservierende Bodenbearbeitung auch die beste Möglichkeit, die Gesundheit der Kulturpflanze zu stärken.
Einziger Wermutstropfen bei der konservierenden Bodenbearbeitung: Häufig werden glyphosathaltige Totalherbizide eingesetzt, um vor der Saat die aufgelaufenen Pflanzen abzutöten – mit allen o. g. negativen Folgen auf die Mikrobiologie und das Bodenleben. Ist es nicht möglich, durch weite Fruchtfolgen auf diese Maßnahme zu verzichten, ist die Unterstützung der Mikrobiologie entsprechend wichtig.

EM®-Tipps: Um die Umsetzungsvorgänge und den Humusaufbau im Oberboden zu forcieren, unterstützen die original EM® die vorhandenen Mikroorganismen im Boden. Insbesondere bei engen Getreide-Fruchtfolgen kann auf diesem Wege ein guter Grundstein für eine vitale Folgekultur gelegt werden. Es gilt auch hier die Empfehlung zur Anwendung von EMIKO® SoilCare PLUS in der Vegetationszeit, das neben den regenerativen EM® auch direkt pflanzenverfügbare und darüber hinaus auch das Bodenleben nährende Kohlenhydrate sowie den Lebensraum und die Struktur des Bodens verbessernde Stoffe enthält.
Alternativ wird das flüssige EMIKO® SoilCare angewendet.
Tierhaltende Betriebe können auch hier die Aufwandmenge durch original EM®-aufgewertete Wirtschaftsdünger verringern.

Fazit 

EMIKO® SoilCare PLUS kombiniert die EM®-Versorgung des Bodens mit einem leichten Volldünger, der durch seine organischen Bestandteile gleichzeitig den Humusaufbau fördert. Im Hinblick auf die neue Düngemittelverordnung bietet sich je nach Betriebsschwerpunkt eine interessante Alternative zu herkömmlichen mineralischen Düngern.
EMIKO® SoilCare und EMIKO® SoilCare PLUS ergänzen die Mikroorganismen im Boden und sorgen für ein regeneratives Milieu, das auch den wichtigen Kleinstlebewesen optimale Lebensbedingungen schafft. So entsteht im Oberboden eine umsetzungsstarke Aktivität, die allen Kulturpflanzen beste Voraussetzungen für Keimung, Wachstum und Reife bietet.
Die Anwendung von EMIKO® SoilCare bzw. EMIKO® SoilCare PLUS mit original EM® kann negative Einflüsse auf das Bodenleben durch Pflanzenschutzmaßnahmen, Düngung und Bodenbearbeitung ausgleichen und sichert langfristig eine gute Bodengesundheit als Kapital des Betriebes.