Die schnelle Rotte ohne Fäulnis von Stroh, Stoppeln und anderen Ernteresten ist aus verschiedenen Gründen ein erstrebenswertes Ziel im Rahmen der Stoppelbearbeitung. Die Anwendung von Dr. Higa´s Original™ EM Effektive Mikroorganismen bringt einige Vorteile mit sich, insbesondere in Bezug auf die Feldhygiene. Wer Probleme wie hochgepflügte Stoppel aus dem Vorjahr kennt oder den Einsatz von teuren Fungiziden konsequent senken will, der ist mit einer EM-Pflegemaßnahme des Bodens zur Stoppelbearbeitung gut beraten. Lesen Sie in diesem Beitrag, welche weiteren Vorteile EM zur Stoppelrotte hat und wie der Einsatz gelingt.

Rege Mikrobiologie ist die Basis für eine funktionierende Rotte

Dass EM Effektive Mikroorganismen das mikrobielle Leben im Boden ergänzen und aufwerten, sei an dieser Stelle nochmal erwähnt. Umfangreiche Infos zur Wirkung auf den Boden und den Humusaufbau entnehmen Sie bitte den Beiträgen

Der durch regelmäßigen EM-Einsatz aufstrebenden Mikrobiologie im Boden folgen mengenmäßig die tierischen Bodenbewohner, die sich der organischen Substanz im Boden nur annehmen können, wenn ihre Lebensbedingungen stimmen. Allen voran sorgt die kleinste Instanz des Lebens – die Mikroorganismen – für diese wirtlichen Lebensräume.
Die EM-Anwendung zur Stoppelbearbeitung schafft eine entsprechende Basis für den Boden, die „an ihn gerichteten Aufgaben zu erledigen“.

Welches EM-Produkt und die Aufwandmengen zur Stoppelbearbeitung

Im Rahmen der Stoppelbearbeitung kommt in erster Linie das flüssige, mit Wasser zu verdünnende Bodenkonzentrat EMIKO® BodenAktivator in Frage, das problemlos auch mit organischen Düngern kombiniert werden kann.

Für ein gutes Ergebnis sollte die EM-Aufwandmenge zur Stoppelbearbeitung die Hälfte der empfohlenen Jahresmenge pro Hektar nicht unterschreiten. Die Einsatzmenge beträgt:

Mindestens 25 – 50 Liter pro ha beim Ersteinsatz. Danach 25 Liter pro ha.
Aufmischung mit Wasser 1:10 bis 1:20
je nach Feuchtigkeitsgehalt im Boden.
Anwendung 2-3 mal pro Jahr
, je nach Fruchtfolge.

Zeitpunkt und Art der Anwendung

Für die umfänglich wirkungsvolle EM-Anwendung zur Stoppelbearbeitung ist darauf zu achten, dass die frisch applizierten lebenden Mikroorganismen möglichst wenig Sonne abbekommen. Die besprühte Oberfläche sollte auch nicht austrocken, damit die Vitalität der Mikroorganismen nicht gefährdet wird.

Der richtige Zeitpunkt ist demnach unmittelbar vor oder während der mechanischen Bearbeitung. Die Applikation von EMIKO® BodenAktivator kann mit der Feldspritze in einem vorangehenden Arbeitsgang erfolgen. Alternativ bietet sich eine Sprühvorrichtung in der Fronthydraulik an. Letztere hat den Vorteil,

  • dass die Mikroorganismen binnen Sekunden an ihren geschützten Wirkungsort gelangen
  • und EMIKO® BodenAktivator konzentrierter (mit weniger Wasserbeimischung bei feiner Verteilung) ausgebracht werden kann, was Tankvolumen spart bzw. die bearbeitbare Fläche mit einer Tankfüllung vergrößert.

Praxisrelevant: Einen geschützten vorübergehenden Lebensraum haben die EM Effektive Mikroorganismen auch, wenn sie vor der Ausbringung mit einem organischen Dünger gemischt wurden. Für Gülle wird EMIKO® GülleZusatz verwendet; Festmist oder z.B. Hühnertrockenkot werden durch Sprüheinrichtungen am Streuer benetzt, sofern die EM-Aufwertung nicht bereits im Stall mit EMIKO® StallReiniger stattgefunden hat. Das vorgeschrieben rasche Einarbeiten nach Ausbringen der Dünger genügt.

Fazit & Vorteile der EM-Anwendung zur Stoppelbearbeitung auf einen Blick

  • bessere und schnellere Rotte der Erntereste ohne Fäulnis
  • effektive Reduktion von Krankheitserregern → verbesserte Feldhygiene
  • „bodengesunde“ Nährstoffrückführung durch besser nutzbare Organik
  • Ankurbeln des Bodenlebens für besseren Humusaufbau bzw. seine Stabilität
  • einfache zweite EM-Anwendung im Jahr
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