Viele Gemüse- und Obstbauern, Winzer, Garten- und Landschaftsbauer sowie Landwirte kennen bereits die Wirkung von EM® zur äußerlichen Anwendung auf Pflanzen. Mit EMIKO® EM5 Spezial steht ein EM®-Pflanzenstärkungsmittel zur Verfügung, das noch effektivere Möglichkeiten zum äußerlichen Schutz der Pflanze durch mikrobielle Oberflächenbesiedlung bietet, als das Vorgänger-Produkt EM5 Forte. Die Wirkkraftverstärkung durch noch mehr Chili, Knoblauch und weitere Pflanzenextrakte in EMIKO® EM5 Spezial ist ein Schutzgarant und die richtige Entscheidung bei drohenden oder beginnenden Problemen.
Wir erklären die grundsätzlichen Mechanismen zum Schutz von Pflanzenoberflächen mit EM®, für welche Kulturen EM5 Spezial geeignet ist, wo es an Grenzen stößt und warum der Boden für alle Pflanzenoberflächen so wichtig ist.

Das mikrobielle Leben auf der sichtbaren Pflanzenoberfläche

Mikroorganismen kommen in der Natur selten alleinig in einem Milieu vor. Sie leben meist in Gemeinschaften mit anderen Mikroorganismen – so auch auf der sichtbaren Oberfläche von Pflanzen.
Aus dem Pflanzeninneren gelangen in geringen Mengen Nährstoffe über die Spaltöffnungen und sog. Drüsenhaare auf die Blattoberfläche und dienen dort Mikroorganismen (den sog. Epiphyten) als Nahrung. Diese Epiphyten sind besonders robust und anpassungsfähig, wenn man die schnellen und teils extremen Veränderungen bedenkt, denen sie trotzen: Trockenheit, Feuchtigkeit, UV-Strahlung, Tag-Nacht-Temperaturunterschiede, Temperaturen und Witterungen der Jahreszeiten.

Wissenschaftler schätzen, dass auf einem Quadratzentimeter Blattoberfläche bis zu 10 Millionen Mikroorganismen leben. Der Großteil gehört zu den Bakterien. Hefen und Pilze leben in geringerer Anzahl auf Pflanzen. Die genaue Bestimmung der Gattungen und Arten ist allerdings noch unvollständig und auch erst vor wenigen Jahren ins Interesse der Wissenschaft gerückt. Fest steht, dass alle die Pflanze besiedelnden Arten dazu beitragen, dass sich pathogene Mikroorganismen nicht ausbreiten können.

Pilze, Bakterien und Viren: Es geht um die besten Plätze auf der Pflanze

Solange die Symbiose der Mikroorganismengemeinschaft auf der Pflanzenoberfläche funktioniert, erscheint sie uns unspektakulär, denn die Pflanze ist rein äußerlich gesund. Erst wenn es zu einem Ungleichgewicht kommt, haben andere Mikroorganismen einen Vermehrungsvorteil. Jetzt können pilzliche, bakterielle oder virale Krankheitserreger auf der Pflanzenoberfläche (z. B. Mehltau, Fäulniskrankheiten oder Streifen- und Mosaikkrankheiten) Fuß fassen, sich vermehren und zum Teil erhebliche Schäden verursachen.

Die Anwendung der EM®-Technologie in Form von EMIKO® EM5 Spezial mit einem hohen Gehalt an Chili, Knoblauch und weiteren Pflanzenextrakten hat sich zur Aufrechterhaltung und Regeneration der Mikroorganismengemeinschaft auf der Pflanzenoberfläche bewährt und trägt dazu bei, ihr natürliches Gleichgewicht wiederherzustellen.

Bei regelmäßiger Anwendung besiedeln die EM® die Oberflächen und sorgen zusammen mit den ausgewogenen Inhaltsstoffen für einen kräftigen und gesunden Wuchs der Pflanzen. Die mikrobielle Milieusteuerung auf der Pflanze fördert ihre Vitalität, weil die positive und gewünschte Gesellschaft an Mikroorganismen auf der Pflanze gestärkt wird.
Auf diese Weise kann sich die Pflanze selbst vor Keimen schützen, die sich sonst auf ihrer Oberfläche vermehren könnten. EM5 Spezial hat an dieser Stelle einen hohen Schutzfaktor. Die Funktionen der verschiedenen äußeren Pflanzenbereiche (Blätter, Stängel, Blüten, Rinde, Früchte usw.) werden geschützt und die Erträge gesichert, wenn nicht verbessert.

Knoblauch und Chili wirken abweisend auf tierische Schadorganismen. Somit hat EM5 Spezial über die rein mikrobielle Wirkung hinaus auch eine Abwehrfunktion gegenüber Schädlingen, sofern es regelmäßig zum Einsatz kommt. Zum Vergleich: EM5 Spezial hat einen 20fach höheren Chili- und Knoblauchgehalt als EM5 Forte, das Vorgänger-Produkt!
Darüber hinaus sind weitere, die Pflanze stärkende Pflanzenextrakte in EM5 Spezial enthalten, deren Eigenschaften seit Generationen bekannt und geschätzt sind.

Warum EM5 Forte durch EM5 Spezial ersetzt wurde

EMIKO® EM5 Spezial hat sich zum Schutz aller Pflanzen von außen absolut bewährt. Fast alle Anwender haben schnell auf das konzentrierte und wirkstärkere EMIKO® EM5 Spezial umgestellt, statt EM5 Forte einzusetzen. Daher wird es fortan nur noch EM5 Spezial geben.

Das  Pflanzenstärkungsmittel EMIKO® EM5 Spezial ist ein traditionelles Mittel der EM®-Technologie mit lebenden EM®, Knoblauch, Chili und zusätzlichen Pflanzenextrakten zum Benebeln, Besprühen oder Gießen aller Pflanzenoberflächen.
Gut zu wissen: EM5 Spezial hat sich unter dem Namen „Pflanzen-FIT“ in der Schweiz schon lange Jahre bewährt und ist unter Agrarfachleuten und Praktikern als überaus wirksam bekannt. Die weiteren Vorteile von EM5 Spezial liegen auf der Hand: eine weitere Spanne an Anwendungsgebieten, die höhere Wirksamkeit, die niedrigere Dosierung und sich daraus ergebend längere Reichweite mit einem Gebinde.

Überzeugend: EM5 Forte und EM5 Spezial im Vergleich

EMIKO® EM5 Forte EMIKO® EM5 Spezial
wirksame Bestandteile EM®, Chili, Knoblauch EM®, 20x mehr Chili, Knoblauch + weitere Pflanzenextrakte
Grund der Anwendung Aufrechterhalten einer guten Besiedlung aller Pflanzenoberflächen Aufrechterhalten einer guten Besiedlung aller Pflanzenoberflächen und bei drohenden / beginnenden Problemen
Einsatzzeitraum ab Jungpflanzenstadium / Vegetationsbeginn bis zur Ernte ab Jungpflanzenstadium / Vegetationsbeginn bis zur Ernte; nicht in die Blüte sprühen
Kulturen alle Kulturen alle Kulturen;
besondere Empfehlung: Obst, Gemüse, Wein bzw. alle Sonder-/Dauerkulturen, Zierpflanzen
Häufigkeit der Anwendung wöchentlich, bei Bedarf auch 2x pro Woche 1-2x wöchentlich, in besonderen Fällen mit bis zur doppelten Aufwandmenge
Dosierung 3-5 Liter / ha in 500-1000 Liter Wasser 1-2 Liter / ha in 600-800 Liter Wasser

 

Welche Kulturen mit EM5 Spezial schützen und welche Vorteile hat der Einsatz?

Die Anwendung von EMIKO® EM5 Spezial präventiv oder wenn Probleme bereits auftreten, empfiehlt sich insbesondere für kapital- und arbeitsintensive Sonder- und Dauerkulturen. Die Anwendung eignet sich beispielsweise für Beerenfrüchte, Spargel, Erdbeeren, alle Gemüsesorten im Freiland und unter Glas/Folie, Weinbau, Obstbau (z. B. Kirschessigfliege, Botrytis etc.), Zierpflanzenbau, Baumschulen.

Die großen Vorteile für konventionell arbeitende Betriebe sind:

  • keinerlei Wartezeiten bei den Erzeugnissen
  • eine hohe Akzeptanz natürlicher Pflanzenschutzmaßnahmen vonseiten der Verbraucher
  • keine Risiken für den Anwender

Darüber hinaus sind die Vorteile für biologisch wirtschaftende Betriebe:

  • Einsatzmöglichkeiten für alle Kulturen
  • wirksames Mittel, dessen praktischer Anwendungserfolg seit vielen Jahren immer wieder bestätigt wird

Bei tierischen Schaderregern stößt EM® an seine Grenzen – oder doch nicht?

Ist in einer Kultur die Schadschwelle für einen tierischen Schädling überschritten, kann die EM®-Technologie nur noch wenig daran ändern. EM® töten nicht, wirken sich nicht negativ auf den Stoffwechsel von Schadorganismen aus oder beeinträchtigen und unterbinden bestimmte Lebenszyklen. Für alle Nützlinge ist das auf der anderen Seite ein enormer Vorteil von EM5 Spezial.
Lediglich der Gehalt an Chili und Knoblauch hat eine verprellende Wirkung auf Schadorganismen, wie die Praxis zeigt und wie es auch zum jahrzehntelang übermittelten Wissen z. B. im Obst- und Gemüsebau zählt. Die Voraussetzung dafür ist die regelmäßige Anwendung von EM5 Spezial mit seinem sehr hohen Gehalt an Chili und Knoblauch.

Mittelfristig zeigt die Praxis jedoch ein diffenzierteres Bild:
Bei konsequenter EM®-Anwendung auf der Pflanze und über den Boden hält sich ein Schädlingsbefall in der Regel in Grenzen und erreicht die Schadschwelle nicht.
Der Grund: Schädlinge befallen vornehmlich Pflanzen, deren Vitalität geschwächt ist. Sie haben in der Natur die Aufgabe, die geschwächte Pflanze schnell wieder dem Kreislauf der Natur zuzuführen. EM®-gepflegte Böden und Pflanzen sind deutlich vitaler und werden daher seltener von Schädlingen heimgesucht.
Sehr gut zu beobachten ist das am Beispiel der Schnecke: Sie ernährt sich von abgestorbener oder im Abbau befindlicher organischer Pflanzenmasse. Abbauprozesse an der Pflanze sind mit EM® deutlich reduziert. Die Schnecke hat nichts zu fressen und bleibt der Kulturpflanze fern.

Guter Boden, vitale Pflanze – warum der Boden so wichtig ist für die Pflanzenoberfläche

Der Boden kann als „Darm der Pflanze“ bezeichnet werden. Alle Abläufe im Boden wirken sich demnach auch auf das ober- und unterirdische äußere Erscheinungsbild einer Pflanze aus und beeinflussen die Besiedlung der Pflanzenoberflächen. Denn: Je nach Versorgung der Pflanze (Wasser, Nährstoffe, Zustand des Bodens) verändern sich auch die Nährstoffe, die den Mikroorgansimen auf der Pflanzenoberfläche als Nahrung dienen. Mängel wirken sich ebenso aus wie Überschüsse, verursachen der Pflanze Stress und verschieben das mikrobielle Gefüge auf Blättern, Stängeln, Blüten, Früchten, Ästen oder Stamm.

Mit EMIKO® EM5 Spezial werden die sichtbaren Oberflächen (Phyllosphäre) der Pflanze gestärkt; mit EMIKO® SoilCare, EMIKO® SoilCare PLUS oder EM®-Kompost sowie allen anderen EM®-Maßnahmen zur Bodenverbesserung die Wurzelbereiche (Rhizosphäre) als nicht sichtbare Oberfläche der Pflanze.
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Fazit

EMIKO® EM5 Spezial mit original EM® schützt die Pflanzenoberflächen auf natürliche Weise vor schädlichen Keimen und verprellt tierische Schaderreger mit hohen Konzentrationen von Chili und Knoblauch. Der Keimschutz wird über die mikrobielle Milieusteuerung und Förderung der natürlicherweise vorhandenen Mikroorganismen auf der Pflanze bei regelmäßiger Anwendung erreicht. Der Schutz vor Schaderregern wird zeitgleich über die natürliche Vitalität EM®-gepflegter Pflanzen und durch Knoblauch, Chili und weiteren Pflanzenextrakten erreicht und gefördert.
Der Einsatz von EM5 Spezial kann schon vorbeugend und über die gesamte Anbaudauer erfolgen und ist umso erfolgreicher, je regelmäßiger das Produkt angewendet wird; insbesondere bei Problemen, sehr empfindlichen Kulturen und ungünstigen Anbaubedingungen hat sich der verstärkte Einsatz bewährt. Die Anwendung sollte bereits ab dem Jungpflanzenstadium beginnen und kann bis unmittelbar vor dem Zeitpunkt der Ernte (keine Wartezeiten!) durchgeführt werden.