Die EM-Technologie wird seit über 30 Jahren erfolgreich in der Fütterung von Nutztieren eingesetzt. Und das nicht nur in der westlichen Welt, sondern über den ganzen Globus verteilt in derzeit mehr als 150 Ländern. Diese Zahlen allein sprechen für sich. Aufgrund der Vorteile für die Tiere, alle Menschen, die mit ihnen arbeiten und den positiven monetären Auswirkungen für den Betrieb, stellt sich für EM-Neueinsteiger ggf. die Frage, wie das Ergänzungsfuttermittel in das vorhandene Fütterungsmanagement und -system integriert werden kann. Dieser Beitrag gibt Antworten und grundsätzliche Empfehlungen, was Sie bei der Fütterung des flüssigen Bio Ergänzungsfuttermittels für Nutztiere beachten sollten.

Grundsätzliche Empfehlungen zum Einsatz

Das flüssige EMIKO Bio Ergänzungsfuttermittel muss täglich frisch über feuchte Futtermittel dosiert werden. Andernfalls kann es zu unerwünschter Gärung mit Gasbildung kommen, die sich auf Speichervorrichtungen und Leitungen auswirken kann. Tendenziell wird die Stabilität feuchter Futtermittel durch die Zugabe des EMIKO Bio Ergänzungsfuttermittel zwar besser, dies ist jedoch nicht bei jeder Witterung gegeben, denn der prozentuale Anteil in der Mischung ist dafür zu gering.

Trockene Futtermittel werden zum Ende der Futterkette über Sprühvorrichtungen frisch mit dem Bio Ergänzungsfuttermittel benetzt.
Alternativ kann das Bio Ergänzungsfuttermittel vor / bei der Einlagerung oder bereits in der Mühle eingemischt werden. Wichtig ist, dass anschließend und bis zur Fütterung keine Temperaturen über 40°C entstehen, die den besonderen Wert des fermentierten Produktes für das Tier beeinträchtigen würden. Sprechen Sie also ggf. mit Ihrer Mühle / Ihrem Lieferanten, denn für Ihren Betrieb können sich dadurch Zeit- und Investitionseinsparungen ergeben.

Alternativ zum flüssigen EMIKO Bio Ergänzungsfuttermittel besteht die Möglichkeit, der Ration das schrotartige EMIKO FutterBokashi für Nutztiere beizumischen. Mehr Infos zum FutterBokashi erhalten Sie auch im Beitrag FutterBokashi als Ferment-Ergänzungsfuttermittel für Nutztiere.

So sollte das flüssige Bio Ergänzungsfuttermittel NICHT gefüttert werden

Von der grundsätzlichen Dosierung über das Trinkwasser ist abzuraten, sofern das Ergänzungsfuttermittel nicht in eine offene Wasserstelle gegeben wird, deren Inhalt täglich erneuert werden kann (teuer, denn es wird immer ein Teil des Ergänzungsfuttermittels entsorgt; für separierte ggf. fressunlustige Tiere vorübergehend jedoch sehr zu empfehlen!). Alle Wasserversorgungen mit geschlossenen Leitungssystemen sind ungeeignet, denn es können sich unangenehme Biofilme bilden.

Wenn der Ration Medikamente zugegeben werden müssen, sollte das EMIKO Bio Ergänzungsfuttermittel nicht zusammen mit dem/den Medikament(en) in einer Mischung hergestellt werden bzw. bis zur Dosierung zusammen vorgehalten werden. Insbesondere antibiotische Medikamente mindern den Wert des Ergänzungsfuttermittels sehr schnell, kommen sie hochkonzentriert miteinander in Kontakt. Beide Komponenten sollten daher einzeln dosiert werden. Das EMIKO Bio Ergänzungsfuttermittel sollte möglichst erst direkt vor der Aufnahme durch das Tier zudosiert werden, sofern es die Technik erlaubt.

Wann sollten die empfohlenen Fütterungsmengen angepasst werden?

Die grundsätzlichen Empfehlungen zur Dosierung des EMIKO Bio Ergänzungsfuttermittels können Sie im Rahmen der Produktbeschreibungen nachlesen.

In der Praxis hat es sich bewährt, täglich die doppelte bis dreifache Menge zu füttern, wenn

  • die Vitalität im Bestand nachlässt oder bereits geschwächt ist,
  • einzelne Tiere oder der Bestand erkrankt sind,
  • in Stresssituationen (Stallwechsel, Futterwechsel, extreme Witterungen, neue Tiere in der Gruppe, Betreuerwechsel o. ä.) und
  • rund um die Geburt bzw. bei schwachen Jungtieren.

Die empfohlene tägliche Fütterungsmenge kann reduziert werden, wenn

  • der Tierbestand nach längerer Einhaltung der angegebenen Fütterungsmenge stabil ist (nur langsam reduzieren, höchstens bis zur Hälfte) oder
  • andere Futtermittel Bestandteil der Ration sind, die mithilfe der EM-Technologie erzeugt wurden (Silagen, die mit EMIKO Silan aufgewertet wurden).

Dosierung bei verschiedenen Fütterungs- und Futterlagerungssystemen

Trockenfutter im Silo (Schweine / Geflügel)
Über eine Einspritzvorrichtung an der Schnecke wird das Futter gleichmäßig besprüht und dann eingelagert. Dosierung bis 1% verbessern die Lagerfähigkeit des Futters und schützen vor Verderb, höhere Dosierungen sind nicht möglich, weil sie zu viel Feuchtigkeit einbringen.
Bei luftgeförderter Silobefüllung kann eine Einspritzung ebenfalls mit Luftdruck an der Rohrleitung erfolgen.
Bei beiden Varianten muss die Fördermenge pro Zeiteinheit bekannt sein, um die Einspritzmenge einstellen zu können.

Alternativ wird das Futter bereits in der Mühle / beim Hersteller mit dem EMIKO Bio Ergänzungsfuttermittel vermischt.

Pelletiertes Kraftfutter für Rinder ist nicht für die Zumischung / das Besprühen mit EMIKO Bio Ergänzungsfuttermittels geeignet. Die täglich nötige Fütterungsmenge übersteigt die prozentual mögliche Menge, die für ein stabiles Trockenfutter zugemischt / aufgesprüht werden könnte.

Kettenfütterung (Schweine / Geflügel):
Das EMIKO Bio Ergänzungsfuttermittel wird bei laufender Kette auf das Futter gesprüht; derartige Dosierungsvorrichtungen sind für Medikamente i.d.R. ohnehin vorhanden und können genutzt bzw. ein weiteres Gerät für das EMIKO Bio Ergänzungsfuttermittel installiert werden.

Rohrfütterung (Schweine / Geflügel)
Das Ergänzungsfuttermittel wird bei der Förderung des Futters in das Rohr dosiert; am besten mit Druck, für eine bessere Verteilung. Vorhandene Dosiereinrichtungen für flüssige Zusätze können genutzt bzw. eine weitere installiert werden.

Spotmixanlage (Schweine)
EMIKO Bio Ergänzungsfuttermittel wird als eigene Komponente zugemischt und kann bei Bedarf auch gruppenindividuell in der Dosiermenge angepasst werden.

Futtermischwagen (Milchvieh / Rinder):
Die beste Verteilung erfolgt mittels Einsprühdüsen am oberen Rand des Futtermischwagens, die das EMIKO Bio Ergänzungsfuttermittel während des Mischvorgangs fein und gleichmäßig auf dem gesamten Futter verteilen. Alternativ ist auch die manuelle Zugabe während des Mischvorgangs üblich.

Verteilung mit (Hand-)Drucksprühgeräten (hauptsächlich Rinder; auch Schafe, Ziegen)
Die für die Tieranzahl und Leistung nötige Menge wird in ein elektrisches oder manuell zu betätigendes Drucksprühgerät gefüllt und das vorgelegte Futter gleichmäßig besprüht.

Automatische Sprühanlagen (alle Tierarten)
Je nach baulicher Voraussetzung und Fütterungstechnik kann eine externe Sprühanlage montiert werden, die zeitlich gesteuert die bestimmte Menge auf das Futter sprüht.

Fazit

Die Fütterung des EMIKO Bio Ergänzungsfuttermittels für Nutztiere ist auf fast allen Betrieben mit der vorhandenen Technik umzusetzen und kann problemlos in den Betriebsablauf integriert werden. Nur selten ist unmittelbar zu Fütterungsbeginn die zusätzliche Anschaffung von bestimmtem Equipment oder die Erweiterung der Fütterungsanlage nötig. Viele Betriebe entscheiden sich nach einer überzeugenden Testphase, in der auch die händische Dosierung noch toleriert wird, bauliche Anpassungen vorzunehmen, die künftig eine weitgehend vollautomatische Dosierung des EMIKO Bio Ergänzungsfuttermittel ermöglichen.
Für eine Testphase sollten je nach Tierart und Nutzung mindestens drei Monate eingeplant werden. Eine individuelle Beratung zu den sinnvollen Einsatzgebieten der EM-Technologie auf Ihren Betrieb gibt Ihnen Aufschluss für Ihre Planung.

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