Enge Fruchtfolgen, humuszehrende Kulturen oder der Verkauf von Stroh wirken sich kritisch auf die Humusbilanz aus. Ohne die gezielte Zufuhr organischer Substanz gehen die meisten Böden daher schnell in die Negativbilanz. Die regelmäßige organische Düngung in Verbindung mit EM® regt das gesamte Bodenleben an, was zu schnellerem und in Summe zu mehr Humusaufbau führt. Mineralische Dünger können zunehmend eingespart werden, denn effektive Mikroorganismen schöpfen die Humuswirkung organischer Dünger und im Boden vorhandener Organik voll aus.

Wie hilft EM® beim Humusaufbau?

Mit EM® werden lebende Mikroorganismen in den Boden gebracht, die schadhafte Keime verdrängen und allen bereits vorhandenen, aufbauenden Mikroorganismen einen Entwicklungsvorteil verschaffen. Zusammen mit den effektiven Mikroorganismen entsteht bei konsequenter Anwendung ein Umfeld, das auch die Lebensbedingungen aller anderen Bodenlebewesen optimiert. Gemeinsam sorgen Mikroorganismen und Bodentiere für eine schnelle Rotte organischer Substanz und den stetigen Aufbau von Humus.

In der Praxis werden die effektiven Mikroorganismen über EMIKO® SoilCare als flüssiges Produkt direkt mit Wasser verdünnt, während bzw. unmittelbar vor dem Ausbringen mit einem organischen Dünger gemischt und auf den Boden oder auch in die wachsenden Bestände gesprüht. Als eine sehr einfache Möglichkeit, Organik in den Boden zu bringen und zeitgleich zu düngen, empfehlen wir den festen, pelletierten NPK-Dünger EMIKO® SoilCare PLUS, der mit dem Düngerstreuer ausgebracht wird.
Alternativ können EM® über die vorherige fermentative Aufwertung eines organischen Düngers (Gülle/Jauche: mit EMIKO® DungCare und/oder EMIKO® SubstratKohle, Mist: EMIKO® StableCare und/oder EMIKO® SubstratKohle, Kompost: EMIKO® SoilCare und/oder EMIKO® SubstratKohle) auf die Flächen ausgebracht werden.

Kombiniert: Organische Dünger und EM® senken Betriebskosten

Humus kann nur aufgebaut werden, wenn regelmäßig organische Substanz zugeführt wird. Ohne ausreichende Organik im Boden wirken auch mineralische Dünger nur unzureichend, denn ein Großteil der zugeführten Nährstoffe verlagert sich in tiefere Bodenschichten, wenn der speichernde Humus fehlt.

EM® sorgen grundsätzlich für einen vermehrten Anteil pflanzenverfügbarer Nährstoffe im Boden – aus zugeführtem mineralischem bzw. organischem Dünger oder aus der vorhandenen Organik. Sie lösen auch bisher festgelegte Nährstoffe aus komplexen Verbindungen. Durch das angeregte Bodenleben und eine stärkere Durchmischung des Bodens, vor allem durch mehr und aktivere Regenwürmer, gelangen bei regelmäßigem EM®-Einsatz sogar Nährstoffe aus tieferen Bodenschichten in den Wurzelbereich.

Für einen vitalen Boden mit überdurchschnittlichem Humusaufbau benötigen die effektiven Mikroorganismen mindestens einmal jährlich eine organische Düngergabe bzw. die Rückführung von Stroh/Ernterückständen.

Grundsätzlich sind nicht nur der Preis und die kurzfristige Düngewirkung eines organischen Düngers zu berücksichtigen, sondern auch die potenzielle Humuswirkung. In Kombination mit EM® wird überdurchschnittlich viel Humus aufgebaut, was den Bedarf an mineralischen Düngern senkt und das Betriebsergebnis unterm Strich verbessert.

Wirtschaftsdünger vor oder bei der Ausbringung mit EM® behandeln

Durch EM® verlieren Wirtschaftsdünger ihr Fäulnispotenzial und sind viel pflanzen- und bodenverträglicher. Keine Fäulnis bedeutet zeitgleich Nährstoffschutz und kaum unangenehme Gerüche. Gelangen keine Faulstoffe in den Boden, werden vorhandene Mikroorganismen geschützt und können ihrer Funktion zur Nährstoffmineralisation und zum Humusaufbau voll nachkommen. Der Boden als Verdauungsorgan und Immunsystem der Pflanze wird auf natürliche Weise gestärkt.

Gülle und Mist:
Optimal ist bereits der Einsatz der EM®-Technologie in der Fütterung (EMIKO Silan® als Silierzusatzstoff oder die EMIKO® Ergänzungsfuttermittel), die Einfluss auf die Zusammensetzung von Gülle und Mist hat. Wird ergänzend dazu noch der Stall oder der Wirtschaftsdünger an sich mit EM® behandelt, kommen die positiven Auswirkungen auf den Humusaufbau im Boden voll zum Tragen.

Vor dem Ausbringen der Gülle wird 1l EMIKO® DungCare pro Kubikmeter ins Silo gegeben und eingemischt. Damit Gerüche verhindert werden, für den Schutz der Nährstoffe und eine bessere Homogenität der Gülle wird EMIKO® DungCare bereits im Stall in den leeren Güllekanal gegeben.

Zum Aufbereiten von Mist wird im Stall mit EMIKO® StableCare gearbeitet. Alternativ kann der Mist pro Kubikmeter mit 500 ml EMIKO® SoilCare und EMIKO® SubstraKohle versetzt und nach drei bis sechs Monaten Fermentation (am besten gut verdichtet) ausgebracht werden. Sprüheinrichtungen am Miststreuer, die beim Streuen EMIKO® SoilCare zumischen, oder das Spritzen einer Wasser-SoilCare-Mischung nach dem Miststreuen sind ebenso möglich.

Kompost:
Die herkömmliche Kompostierung geht mit hohen Temperaturen einher, die zwar für eine Hygienisierung des Materials sorgen, aber auch viele Nährstoffe verbrennen lassen. Mit EM® wird dieses Problem gelöst: das Entstehen von Fäulnis und die Vermehrung schadhafter Keime wird verhindert, die Rotte verläuft bei niedrigen Temperaturen und Nährstoffe werden geschützt. Die Dünge- und Humuswirkung von EM®-Kompost ist daher höher als von herkömmlichem Kompost.

Zur Herstellung von EM®-Kompost wird ein Kubikmeter pflanzliches Material mit 500 ml EMIKO® SoilCare und – je nach Trockensubstanzgehalt des Materials – mit 10 bis 20 l Wasser versetzt und anschließend bestmöglich verdichtet. Nach drei bis sechs Monaten wird der fertige EM®-Kompost ausgebracht und oberflächlich eingearbeitet.

Gärreste:
Die Verwendung von Gärresten ist für die Mikrobiologie des Bodens und somit auch für den Humusaufbau kritisch zu sehen. Die Gärreste aus Biogasanlagen enthalten neben den Nährstoffen eine Fülle von fäulniserregenden Mikroorganismen, die von den Bodenmikroorganismen an der weiteren Vermehrung gehindert werden müssen. Der regelmäßige EM®-Einsatz zu Gärresten ist daher unbedingt zu empfehlen, um einen vitalen Boden zu erhalten.

Für Gärreste empfehlen wir vor dem Ausbringen die Zugabe von EMIKO® SubstratKohle, um den fehlenden Kohlenstoffanteil für den Boden zu liefern und gleichzeitig regenerative Mikroorganismen zu ergänzen. Je nach aktuellem Bodenzustand ist das weitere Einmischen von EMIKO® SoilCare unmittelbar vor dem Ausbringen oder das Spritzen von SoilCare zum/vor dem Einarbeiten empfehlenswert.

Gründüngung: Zwischenfrüchte in Kombination mit EM®

Zwischenfrüchte bringen organische Substanz in den Boden und sichern die N-Bilanz. Leguminosen sind optimal, im Ackerbau ist jedoch eher der Ackersenf anzutreffen, der über die Wintermonate auch positive Mulcheigenschaften erfüllt. Zwischenfruchtmischungen sind ein sehr guter Kompromiss, denn sie bringen mehr Nährstoffe in den Boden als reine Senf-, Rübsen- oder Rettichsaaten, benötigen weniger Wasser und haben zudem eine bessere Wirkung auf die Struktur des Bodens.

Um die Umsetzung der organischen Substanz einer Zwischenfrucht zu fördern, werden zur Saat 50 l EMIKO® SoilCare mit mind. 150 l Wasser pro ha ausgebracht. Alternativ kann EMIKO® SoilCare zum Zeitpunkt der Einarbeitung bzw. auch später noch in die wachsenden Getreide-, Mais-, etc. Bestände ausgebracht werden.

Zu den Zwischenfrüchten kann auch mit EM® aufgewertete Gülle ausgebracht werden und somit die Frühjahrsanwendung mit EMIKO® SoilCare / SoilCare PLUS zum Teil ersetzen.

Fazit

Die Kombination von organischer Düngung und EM® erhöht die Düngewirkung des organischen Düngers und verbessert zudem seine Humuswirkung. Bei regelmäßigem EM®-Einsatz wird überdurchschnittlich viel Humus im Boden aufgebaut, der als Kennzeichen vitaler Böden gilt. Durch den stetigen Humusaufbau können mineralische Dünger je nach Kultur und Bodengüte immer weiter eingespart werden, bis sie nach einigen Jahren vollständig unnötig werden.

Für Betriebe, die auf ihren Flächen mit EM® arbeiten, kehrt sich der anfängliche Mehraufwand zunehmend um in ein deutlich positiveres Betriebsergebnis durch:

  • eingesparte mineralische Dünger,
  • vitalere Böden mit mehr Humusanteil,
  • weniger Pflanzenschutzmaßnahmen,
  • stabilere Erträge.
Schnitt durch Wiese und humusreichen Boden