2011 wurde die aus Asien stammende Kirschessigfliege (Drosophila suzukii) in Deutschland erstmalig nachgewiesen. Inzwischen ist sie im Wein- und Obstbau ein ernstzunehmendes Schadinsekt. „Stimmen“ die Bedingungen für Drosophila suzukii, können die Schäden an den Früchten und mit ihnen die Verluste gewaltige Ausmaße annehmen – wie etwa im Jahr 2015. Kirschen, Weintrauben, Erdbeeren, Himbeeren, Blaubeeren und andere weichschalige, in erster Linie rotreifende Früchte sind betroffen. Die bisher bekannten Möglichkeiten, die Kirschessigfliege zu bekämpfen, sind nicht zufriedenstellend. Lesen Sie und berichten Sie Berufskollegen, welche vielversprechenden Möglichkeiten die EM®-Technologie an dieser Stelle bietet.

 

Warum ist die Kirschessigfliege so ein großes Problem?

 

Im Gegensatz zu den heimischen Gattungen der sog. Taufliegen nutzt die Kirschessigfliege für ihre Eiablage die gesunden Früchte aller weichfleischigen Obstarten, während für andere, wie die bekannte Fruchtfliege Drosophila melanogaster, überreife und bereits im faulenden Abbau befindliche Früchte attraktiv sind.
Die Larven der Kirschessigfliege ernähren sich vom Fruchtfleisch, was schnell zum Zusammenbruch der Frucht durch sekundäre Fäulnis mit dem einhergehend charakteristischen Essiggeruch führt. Bis zu 400 Eier pro Weibchen, 2-3 Eier pro Frucht, ein Entwicklungszyklus von ca. 14 Tagen und 8 bis 10 Generationen in einer Saison machen die Gefahr der möglichen Schädigung im Bestand deutlich.

 

Unseren Recherchen nach ist eine effektvolle Möglichkeit, die Früchte vor der Kirschessigfliege zu schützen, derzeit nur das Einnetzen der Pflanzen. Es gibt gegenwärtig nur in Ausnahmefällen eine Genehmigung zum chemischen Schutz mit allerdings bienengefährlichen Mitteln. Weiteren Schutzstrategien widmen wir uns an dieser Stelle nicht, denn sie sind den betroffenen Obstbaubetrieben und Winzern bekannt.

 

In vielerlei Hinsicht sind wir im Pflanzenbau (noch) nicht auf die sich ändernden klimatischen Bedingungen und was sie mit sich bringen (z.B. die Kirschessigfliege) eingestellt. Was nicht zuletzt an der Trägheit unserer Systeme liegt. So wird zwar mit Hochdruck an Möglichkeiten geforscht, wie die Bestände gegen die Kirschessigfliege geschützt werden können, doch gut beraten ist, wer sich selbst kümmert und in alle Richtungen informiert. Eine solche Richtung ist sicher EM®.

 

EM® als Chance

 

Die EM®-Technologie bietet Möglichkeiten, Pflanzen zu schützen, auf die schon viele gestoßen sind, die Obst oder Wein anbauen. In Sachen „Schutz vor der Kirschessigfliege“ müssen diese Möglichkeiten mit EM® unbedingt erzählt werden, weil sie große Verluste verhindern können.

 

Daher bitten wir Sie: Erzählen Sie auch Berufskollegen von dieser folgend beschriebenen Möglichkeit und machen Sie ggf. (gemeinsam) Tests. Wir unterstützen Sie gerne dabei und stellen Kontakte zu Kollegen her, die von ihren Erfahrungen erzählen können. Wir müssen gemeinsam lernen und dokumentieren, wie wir den besten Schutz (in Kombination mit weiteren Maßnahmen) erreichen können, damit die Kirschessigfliege künftig sehr gut und mit dem geringsten finanziellen Einsatz „in Schach gehalten wird“.

 

Wie und warum wirkt EM® gegen die Kirschessigfliege?

 

Gegen Fäulnis der Frucht und den Essiggeruch:
EM Effektive Mikroorganismen® verhindern Fäulnis; eine ganz wichtige und elementare EM®-Wirkung. Werden Früchte regelmäßig mit EM® eingesprüht, wird deren Fäulnis also verhindert, weil der Besatz an Mikroorganismen auf der Frucht kein Wachstum von Fäulnisbildnern zulässt.

 

In Bezug auf die Kirschessigfliege: Fäulnis, verursacht durch Pilze und Bakterien, die durch das Bohrloch in der Fruchtschale und den Fraßschaden der Larve in die Frucht eindringen können, wird mit EM® weithin unterdrückt.
Beispiel aus dem Weinbau: Trotz Befall mit der Kirschessigfliege kann der Essiggehalt in den Früchten durch regelmäßiges Besprühen mit EM® so niedrig gehalten werden, dass die Früchte verwendbar bleiben.

 

Gegen weitere schädigende Fliegen:
Kann die Bildung des Essiggeruchs, der durch Fäulnisprozesse entsteht, verhindert werden, werden auch keine weiteren Fliegen angelockt. Beispielsweise die Fruchtfliege Drosophila melanogaster, die sich von dem faulenden Fruchtmaterial bzw. den Mikroorganismen ernährt, die für Fäulnisprozesse verantwortlich sind, bleibt fern.

 

EM® stärkt die ganze Pflanze:
Beim Sprühen von EM® wird bei jeder Behandlung die gesamte Pflanze benetzt. Das stärkt ihre eigenen Schutzmechanismen gegenüber Bakterien, Pilzen und Viren, denn diese werden auf natürliche Weise an der Ausbreitung gehindert.

 

Welche Wirkung hat das Kombipräparat PflanzenFit aus EM® und Pflanzenextrakten darüber hinaus?

 

Das Pflanzenstärkungsmittel EMIKO® PflanzenFit beinhaltet neben EM® auch verschiedene Pflanzenextrakte, die sich im Obst- und Gemüseanbau als nützlich erwiesen haben.

 

Chili und Knoblauch haben eine verprellende Wirkung auf Insekten. Erfahrungen aus der Schweiz zeigen entsprechend positive Wirkungen auch auf die Kirschessigfliege!
Weil die Wirkung so gut ist, darf PflanzenFit während der Blüte NICHT eingesetzt werden, um den Fruchtansatz nicht zu schädigen und die Aktivität bestäubender Insekten nicht einzuschränken.

 

Weitere Pflanzenextrakte in PflanzenFit sind darauf ausgelegt, die Pflanze in Gänze in ihrer Vitalität und Regenerationsfähigkeit zu unterstützen, was sich entsprechend auch auf die Früchte und ihren Geschmack auswirkt.

 

Lesen Sie zur Wirkung von EMIKO® PflanzenFit unbedingt auch unseren Beitrag EM® zum Schutz von Pflanzenoberflächen.

 

EM®-Anwendung mit EMIKO® PflanzenFit gegen die Kirschessigfliege

 

Spätestens mit Beginn der Fruchtfärbung muss mit den regelmäßigen EMIKO® PflanzenFit-Spritzungen begonnen werden, die bis zur Ernte durchgeführt werden:

 

  • um die Kirschessigfliege zu vertreiben,
  • um Fäulnis an möglicherweise befallenen Früchten zu verhindern und
  • um die Früchte für nachfolgende Generationen unattraktiv zu machen.

 

Anhaltspunkte für die richtige Dosierung vom EMIKO® PflanzenFit gegen die Kirschessigfliege

 

Bedingungen Anwendungen/Woche Dosierung
Temperaturen unter 20°C, trockene Witterung, bisher kein Befall 1x 1 l + 600 l Wasser / ha
Temperaturen über 20°C, feuchte Witterung, bisher kein Befall 2x 2 l + 800 l Wasser / ha
Temperaturen unter 20°C, trockene Witterung, Kirschessigfliege über Köderfallen nachgewiesen 2x 3 l + 800 l Wasser / ha
Temperaturen über 20°C, feuchte Witterung, Kirschessigfliege über Köderfallen oder sichtbar an Früchten nachgewiesen 2x 4 l + 800 l Wasser / ha

 

Die Anwendungsempfehlungen gelten bis zur vollständigen Ernte der Früchte. Die Anwendung erfolgt am frühen Morgen / späteren Abend oder nach Regen bei bedecktem Himmel.

 

Bitte beachten Sie: das Sprühen von PflanzenFit ersetzt natürlich nicht die empfohlenen Maßnahmen zur Hygiene im Bestand. Sichtbar befallene Früchte sollten schnellstmöglich entfernt und entsorgt werden, um Folgepopulationen zu dezimieren.

 

Weitere EM®-Anwendungen verbessern Wuchs und Vitalität

 

Neben den EM®-Anwendungen auf der Pflanze spielen die EM®-Bodenanwendungen eine unmittelbare Rolle auf die Vitalität und die Nährstoffnutzung der Pflanze, ihre Blüte und ihren Fruchtansatz sowie die Reifung und den Geschmack der Früchte.
Welche Möglichkeiten sich für die einzelnen Kulturen eignen, haben wir in verschiedenen Beiträgen bereits beschrieben, wobei sich viele Anwendungen natürlich auch auf andere Kulturpflanzen übertragen lassen. Lesen Sie dafür in den Kategorien Pflanzenbau, Sonderkulturen und Baumschulen und Forst, um sich Ideen für Ihren Betrieb zu holen, oder wenden Sie sich für eine individuelle Beratungsanfrage bitte direkt an uns: agrar@emiko.de

 

Fazit

 

Der regelmäßige Einsatz des Pflanzenstärkungsmittels EMIKO® PflanzenFit in Beständen, die gerne von der Kirschessigfliege angeflogen werden, ist überaus vielversprechend und kann von vielen Praktikern bestätigt werden. Die Insekten werden verprellt, bei befallenen Früchten wird Fäulnis verhindert (was den charakteristischen Essiggeruch auslöst und der Fliege ihren Namen gegeben hat), und bei regelmäßigem Einsatz werden nachfolgende Generationen aus dem Bestand vertrieben.