Seit der Einführung der EM-Technologie in Deutschland Ende der 1990er Jahre haben sich viele landwirtschaftliche Betriebe entschieden, EM auf die eine oder andere Weise einzusetzen. Immer wieder hat zum Beispiel das EMJournal Betriebe vorgestellt; inzwischen sind Höfe dabei, die schon 20 Jahre lang mit EM arbeiten. Einen dieser Betriebe führt die Familie Hanke, über die wir schon 2017 berichtet hatten. Im aktuellen EMJournal ist der Betrieb wieder Thema und wir dürfen den Bericht dankenswerterweise auch an dieser Stelle veröffentlichen.

Das A und O ist eine gute Beratung

Einer der ersten Händler in Deutschland, der Landwirte erfolgreich über die EM-Technologie informiert hat, war Kurt Petersen in Schleswig-Holstein, der bis vor wenigen Jahren aktiv war. Schon früh arbeitete er mit dem Landwirtschaftsberater Thomas Hellmann zusammen, der Landwirte zwischen Elbe und Dänemark heute mit großer Fachkenntnis und wachsendem Kundenstamm in Sachen EM berät.

Einer von Thomas Hellmanns Kunden war vor etwa 15 Jahren der Familienbetrieb Hanke unweit der Nordseeküste. Mit seinen damals 120 Milchkühen plus Nachzucht sah sich der konventionell wirtschaftende Betrieb für die Zukunft nicht ausreichend gerüstet. Nach eingehender Beratung entschlossen sich Vater Hans-Hermann und Sohn Tim, den Betrieb zu vergrößern. Innerhalb von ca. 15 Jahren wurde der Bestand auf 230 Milchkühe aufgestockt.

Von den baulichen und technischen Erweiterungen abgesehen, war es Hankes sehr wichtig, dass die Herde nicht beeinträchtigt wird. In dem schon damals gut funktionierenden Betrieb wurden die gesunden Kühe nicht selten alter als 10 Jahre.
Unter Anleitung wurde damals EM in die tägliche Versorgung integriert. Heute sind sich Hankes sicher: Durch den Einsatz von EM konnten die Tiere den Stress durch Vergrößerung der Herde und alle baulichen Änderungen viel leichter bewältigen, ihre Leistungen halten und schließlich verbessern.

Erster Kontakt zu EM

Mühevoll und unangenehm ist es, wenn die Gülle nicht selbstständig fließt. In diesem Zusammenhang hörte Hans-Hermann Hanke von dem „neuen Betriebsstoff EM“, informierte sich, setzte es ein und sah, dass es gut wirkte: „Nach kurzer Zeit blubberte der ganze Stall“, erinnert er sich.

Er schlussfolgerte, dass die Gülle auch fließfähig bleibt, wenn schon das Futter aufgewertet wird. So begann er, täglich das flüssige Ergänzungsfuttermittel einzusetzen. Noch ökonomischer ist es, so stellte er für seinen Betrieb fest, das Futter gleich mit EM zu fermentieren.

Seit es den Silierzusatzstoff EMIKO Silan® gibt, setzen Hankes ihn ein und dabei sind sie bis heute geblieben. Selbst marktführende Produkte konnten Hankes Anforderungen und die gewohnte EM-Qualität seiner Silagen nicht toppen. Vor allem hinsichtlich der Nacherwärmung oder Schimmel an den Rändern, versichern auch andere zufriedene Landwirte, haben sie mit EM-Silagen noch keine negativen Überraschungen erlebt.

Hankes bauen ihr Grundfutter auf den betriebseigenen Flächen an. Gras und Mais werden mit EMIKO Silan® einsiliert und es ergibt sich ein funktionierender Kreislauf über das Futter, die düngende Gülle auf Acker und Grünland und schließlich wieder das Futter.

Vitalität der Herde

Als Besucher spürt man die Ausgeglichenheit und Entspanntheit der Tiere.

Mit dem Beginn des EM-Einsatzes ist der Medikamenteneinsatz auf dem Betrieb massiv zurückgegangen und entsprechend sanken auch die Kosten für den Tierarzt. Gleichzeitig wurde die Fruchtbarkeit der Kühe immer besser und die gewünschte Zwischenkalbezeit pendelte sich optimal ein.

Gegenwärtig wird ein Durchschnitt von 10.600 l Milch pro Kuh und Jahr gemolken.

Der trockene Sommer 2018

Trotz extremer Trockenheit und Hitze waren die Ernten bei Hankes zufriedenstellend. Sie führen das auf die jahrelange Düngung mit der hochwertigen EM-Gülle zurück. Zwar ging der Maisertrag um ca. 20 % zurück, die Qualität war aber gut und die Kolben ausgebildet. Anders sah es bei vielen Kollegen aus, die nicht wie Hankes genügend Grundfutter werben konnten. Sie mussten Tiere wegen Futtermangel verkaufen.

Auch der Hitzestress hielt sich bei den Kühen auf dem Betrieb Hanke in Grenzen, sodass nach wie vor erfolgreiche Belegungen stattfanden.

Abgesehen von dem Trockensommer 2018 stellen Landwirte zunehmend verbesserte Böden bei konsequentem EM-Einsatz fest. Nicht nur Trockenheit überstehen solche Böden gut, auch Nässeperioden oder Starkregen sind kaum noch problematisch. Der Boden ist lebendig, hat Struktur und wird über die Zeit immer besser.

Autor: Pit Mau, EM e.V.