Als Transitphase werden die letzten drei bis vier Wochen vor dem Abkalben und die ersten ca. drei Wochen nach dem Kalben bezeichnet. In dieser Zeit werden die Weichen für Gesundheit, Fruchtbarkeit und Leistung der Kuh gestellt. Trotz dieses Wissens treten immer noch etwa 80% aller Gesundheitsstörungen in dieser Zeit auf, können sich gesundheitlich auf die Kuh und entsprechend finanziell für den Betrieb auswirken. Eine überaus sensible Phase also, in der das Management hinsichtlich Fütterung und Kuhkomfort eine bedeutende Rolle spielt. Erfahren Sie, an welchen Stellen, wie und warum die Transitphase mit verschiedenen EM®-Technologie-Produkten weiter optimiert werden kann.

Futterqualität und Futteraufnahme in der Transitphase verbessern

Die Qualität des Grundfutters kann mit EMIKO Silan® entscheidend verbessert werden. Der Silierzusatzstoff wird nicht nur klassisch für Gras, Mais und GPS eingesetzt, sondern verbessert auch die Strohqualität.

Die EM®-Technologie-optimierten Grundfuttermittel überzeugen im ersten Teil der Transitphase, weil die Kühe auch hochtragend noch ausreichende Mengen Futter aufnehmen. Nach dem Kalben werden durch die hohe Schmackhaftigkeit schneller die nötigen Futteraufnahmen erreicht, sodass die negative Energiebilanz eher überwunden werden kann.
Das Risiko für stoffwechselbedingte Störungen sinkt entsprechend, je mehr sich der Bedarf der Kuh und ihre tatsächliche Versorgungslage durch ausreichende Aufnahme der passenden Ration gleichen.

Wichtige Hinweise:
Bis zu dem Zeitpunkt, zu dem alle Grundfuttermittel mit EMIKO Silan® aufgewertet werden konnten, wird das  EMIKO® Bio ErgänzungsFuttermittel für Nutztiere der jeweiligen Transit-Ration mit 4 l / to zugemischt. EMIKO® Bio ErgänzungsFuttermittel verbessert die Futteraufnahme durch höhere Schmackhaftigkeit, kann auf die Qualität der Nährstoffe im Futter jedoch keinen Einfluss nehmen.
Die Menge von 4 l / to kann gesenkt bis vollständig eingespart werden, wenn die Grundfuttermittel mit EMIKO Silan® siliert wurden. Weil die Ausgangsqualitäten des Grundfutters nicht berücksichtigt werden können, ist jedoch keine pauschale Empfehlung möglich: Ob EMIKO® Bio ErgänzungsFuttermittel komplett eingespart oder noch in geringeren Dosierungen eingesetzt werden sollte, bedarf der genauen Beobachtung und individuellen Entscheidung.

Tipp: EMIKO® Bio ErgänzungsFuttermittel kann in Bedarfssituationen auch direkt ins Maul verabreicht werden. Mögliche Situationen können sein: bei Problemkühen ab etwa einer Woche vor dem Kalben täglich, einmalig direkt nach dem Kalben oder täglich die ersten Tage nach dem Kalben.

Kurzüberblick: Vorteile der EM®-Technologie in Rationen der Transitphase:

  • verbessert Schmackhaftigkeit des Futters
  • erhöht die Futteraufnahme
  • negative Energiebilanz wird schneller überwunden
  • Entstehung von Schimmelpilzen und Schimmelpilzgiften wird verhindert (in der Silage durch Silan)
  • keine Nacherwärmung (der Silage durch Silan; Mischration bleibt in den Sommermonaten stabiler durch weitere Zugabe von Bio ErgänzungsFuttermittel)

Mehr Kuhkomfort in der Transitphase durch EMIKO® Bio ErgänzungsFuttermittel

Für die besten Anwendungserfolge wird der gesamte Stall / Aufenthaltsbereich der Transitkühe durchschnittlich 2x wöchentlich mit einer 1:10-Verdünnung EMIKO® StallReiniger und Wasser ausgesprüht. Die Aufwandmenge EMIKO® StallReiniger liegt pro Behandlung bei 2 Litern / 100 m².

Liegebereich:
Weiche, trockene und gleichzeitig hygienische Liegeflächen werden angestrebt, um den hochtragenden Tieren lange und komfortable Liegezeiten zu ermöglichen.
Die konsequente Anwendung von EMIKO® StallReiniger hat folgende Vorteile:

  • verbessert das Wohlbefinden durch viel weniger bis kein Ammoniak in der Atemluft
  • senkt Fliegenbelastung und somit Stress insbes. in den Sommermonaten (siehe auch: Kaum Fliegen in EM-Ställen)
  • verbessert die Hygiene im Liegebereich, denn Krankheitserreger werden verdrängt

Wird das Stroh vor dem Pressen mit EMIKO Silan® behandelt, wird die Entstehung von Schimmelpilzen und Schimmelpilzgiften vermieden.
Tipp: Dieses Stroh kann auch als Teil der Ration z. B. in der frühen Trockenstehzeit entsprechend gut eingesetzt werden.

Nach dem Kalben hat das regelmäßige Aussprühen der Liegebereiche (gleich, welche Einstreu genutzt wird) zudem erhebliche Vorteile hinsichtlich der Euterhygiene.

Fressbereich:
Hygienisch einwandfreies Futter vorausgesetzt, sollte auch der Futtertisch / der Trog regelmäßig Teil der wöchentlichen Behandlung mit EMIKO® StallReiniger sein. Auch bei guter manueller Reinigung können sich Fäulniserreger und Schimmelpilze in Fugen und Poren halten und zu einer schnelleren Kontamination des angebotenen Futters führen.
Mit dem Futtertisch / den Trögen werden auch Fress- und Trenngitter, sowie alle manuellen und maschinellen Geräte zur Rationsbereitung und -vorlage eingesprüht.

Bewegungsbereich & Klauen:
Die Klauengesundheit und trittfester Boden spielen natürlich nicht nur in der Transitphase eine bedeutende Rolle. Bei reiner Strohhaltung steigt die Gefahr für Klauenerkrankungen jedoch, sofern an der Klaue, und insbesondere in der Zwischenklaue, ständig Kot, Urin und Einstreu haften. Durch regelmäßigen EM®-Einsatz auf die Einstreu sind weniger fäulnis- oder krankheitserregende Bakterien im Mist enthalten. Die Klaue wird geschont.

Laufwege sind durch EM®-Anwendung trittsicherer, denn es entstehen im Zusammenhang mit Ausscheidungen und Feuchtigkeit seltener rutschige Beläge durch abbauende Bakterien.

Fell & Haut:
Das regelmäßige Sprühen / Vernebeln der StallReiniger-Wasser-Lösung kann und sollte auch auf das Fell der Tiere gelangen.
Eine gute Mikroorganismenflora auf dem Fell und auf der Haut können beim schnellen Abbau von Stoffen helfen, die das Tier über die Haut ausleitet. Dies kommt sowohl der immer träger werdenden hochtragenden Kuh als auch – durch enorme Stoffwechselleistungen – der Kuh, die erst kürzlich gekalbt hat, zugute.

Fazit

Ein gutes Management in der Transitphase kann hochleistende Milchkühe weitgehend vor stoffwechselbedingten Krankheiten wie Ketose (Acetonämie), Milchfieber & Labmagenverlagerung schützen sowie eine gute Fruchtbarkeit gewährleisten. Die angepasste Fütterung bei gleichzeitig höchstmöglichem Kuhkomfort spielen hier die bedeutendsten Rollen. Nach der grundlegenden Optimierung beider Bereiche kann die EM®-Technologie weitere Verbesserungen ermöglichen bzw. betriebsbedingt nicht zu lösende Schwächen mildern bis ausgleichen. So können die Produkte der EM®-Technologie zu einem funktionieren Tool bei der innerbetrieblichen Managementoptimierung in der Transitphase werden.